Ein Messestand besteht aus Rückwand, Theke, Beschriftung und Give-Aways, alles andere hängt vom Standformat ab. Für einen Reihenstand reichen Rückwand und Theke, ein Eckstand braucht eine zweite Sichtseite, ein Aussenauftritt ein Faltzelt mit Beachflags. Die teuerste Entscheidung ist nicht der Stand selbst, sondern ob er nach der Messe wiederverwendbar ist. Wer die Systeme einmal richtig wählt, bestellt beim nächsten Mal nur noch die Drucke nach.
Bausteine nach Standformat
Die Standfläche gibt vor, was du brauchst. Alles darüber hinaus ist Gestaltung, nicht Grundausstattung.
Reihenstand
Grundausstattung: Rückwand (Textil- oder Faltdisplay), Theke mit Stauraum, Rollup als Ersatz oder Ergänzung.
Sinnvolle Ergänzung: Prospektständer, Beleuchtung, Bodenbelag.
Eckstand
Grundausstattung: Rückwand plus Seitenwand oder zweite Sichtseite, Theke zur offenen Seite.
Sinnvolle Ergänzung: Zweites Rollup, Hängeschild bei Deckenhöhe.
Kopf- oder Inselstand
Grundausstattung: Rundum sichtbare Wände oder freistehende Displays, Theke, Besprechungsbereich.
Sinnvolle Ergänzung: Hängeschild, Hochtische, Bodengrafik.
Aussenauftritt
Grundausstattung: Faltzelt mit bedrucktem Dach, Beachflags, Theke.
Sinnvolle Ergänzung: Zeltgewichte, Seitenwände, wetterfeste Banner.
Dazu kommen Give-Aways für den Tresen und Kleidung fürs Standteam. Beides gehört zum Auftritt, wird aber getrennt beschafft. Was für Give-Aways preislich zählt, steht im Ratgeber Was kosten Werbeartikel mit Logo?
Kostentreiber
System oder Einweg
Ein Textil-Displaysystem mit austauschbarem Druck kostet beim ersten Mal mehr als ein Einwegdisplay, beim dritten Auftritt ist es günstiger. Rollups sind das Gegenteil: günstig, aber die Kassette hält nur wenige Einsätze.
Druckverfahren und Material
Textildruck ist knitterarm und leicht, Hartschaum oder Verbundplatten sind schwerer, dafür kantenscharf. Aussenbanner brauchen wetterfestes Material und Ösen oder Saum.
Transport und Aufbau
Ein Set, das in eine Tasche passt, reist im Kombi. Ein Set mit Kisten braucht Spedition und Aufbauzeit, die bezahlt wird.
Konsistenz
Wenn Rückwand, Theke und Flags von verschiedenen Lieferanten kommen, stimmen die Farben nicht überein. Ein Nachdruck wegen Farbabweichung kostet mehr als die zentrale Beschaffung.
Nachbestellung
Wer das System nicht dokumentiert hat, bestellt beim nächsten Mal ein neues, weil die Masse fehlen.
Vorlaufzeiten
Messematerial hat zwei Fristen: die des Herstellers und die des Messeveranstalters. Die zweite wird häufig vergessen.
1 Anfrage
Standformat, Masse, Messedatum, Anlieferadresse und Anlieferfenster der Messe.
2 Systemwahl
Vorschlag für Displays, Theke und Flags. Bei Wiederverwendung: Systeme mit Nachdruckoption.
3 Grafik und Freigabe
Grafikdaten auf die Systemmasse angepasst, Andruckbild zur Freigabe.
4 Produktion
Druck, Konfektion, Verpackung in Transporttaschen oder Kisten.
5 Lieferung
An dich, direkt an die Messe im Anlieferfenster, oder in unser Lager bis zum nächsten Auftritt.
Rechne vom Anlieferfenster der Messe rückwärts, nicht vom Messebeginn. Zwischen beiden liegen oft mehrere Tage.
Typische Fehler
Grafik vor der Systemwahl gestalten
Jedes Displaysystem hat eigene Masse und Beschnittzonen. Erst das System wählen, dann gestalten.
Alles für eine Messe kaufen
Einwegdisplays für einen Auftritt sind günstig, für vier Auftritte teuer. Vorher klären, wie oft der Stand gebraucht wird.
Farben nicht abgleichen
Textil, Hartschaum und Flaggenstoff nehmen Farbe unterschiedlich an. Ein farbverbindlicher Proof pro Material verhindert den Flickenteppich.
Kein Lagerplatz nach der Messe
Der Stand landet im Büro, wird beschädigt und beim nächsten Mal neu bestellt. Lagerung mit Abruf kostet weniger als ein Neukauf.
Entscheidungshilfe
- Standformat und Masse. Reihe, Ecke, Insel, Aussenbereich. Breite, Tiefe, Deckenhöhe.
- Anzahl Auftritte pro Jahr. Entscheidet zwischen System und Einweg.
- Wer transportiert und aufbaut. Das eigene Team im Kombi oder eine Spedition mit Aufbauservice.
- Messedatum und Anlieferfenster. Beides, nicht nur das erste.
- Bestehendes Material. Was schon da ist, welche Systeme, welche Masse. Wir ergänzen statt zu ersetzen.
Welche Werbetechnik und POS-Materialien wir beschaffen, von Displays über Beschriftungen bis zu Beachflags, steht auf der Leistungsseite POS-Materialien. Dort erklären wir auch, wie wir die Beschaffung deiner Werbetechnik zentralisieren, damit Farben und Masse über alle Teile stimmen.
FAQ
Häufige Fragen
Für einen kleinen Reihenstand oder einen Auftritt an einem Anlass ja, wenn eine Theke dazukommt. Für Eck- und Inselstände fehlt einem Rollup die Fläche. Rollups eignen sich am besten als Ergänzung neben einer Rückwand.
Textil-Displaysysteme mit austauschbarem Druck, Faltzelte, Theken mit Wechselgrafik und Beachflags mit Wechselfahne. Bei ihnen bestellst du beim nächsten Auftritt nur den Druck nach.
Ja. Wir lagern Displays, Theken und Flags und liefern sie zum nächsten Auftritt an die Messe oder zu dir.
Ja, im Anlieferfenster des Veranstalters. Dafür brauchen wir Standnummer, Anlieferadresse und das Zeitfenster aus den Ausstellerunterlagen.
Messedatum steht?
Schick uns Standformat, Masse und Anlieferfenster. Wir stellen dir ein Set zusammen, das beim nächsten Auftritt wieder passt.
